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Von hart nach weich

Ärgern Sie sich darüber, daß die Benzinpreise schon wieder gestiegen sind? In den vergangenen eineinhalb Jahren sind sie um etwa 25 % gestiegen.
Wissen Sie, was das für Sie bedeutet, abgesehen davon, daß das Autofahren an sich immer teurer wird?
Jedes Produkt, das Sie einkaufen, wird von einem Fahrzeug in den Laden geliefert. Die gestiegenen Benzinpreise werden auf die Produkte umgelegt, und letztendlich zahlt der Endverbraucher entsprechend mehr.

Waren Sie in letzter Zeit mal im Ausland, genau genommen in einem Land außerhalb der europäischen Gemeinschaft? Ja? Dann haben Sie selbst gemerkt, wie teuer dort alles ist. Eine U-Bahnfahrt Kurzstrecke kostet in London umgerechnet etwa DM 5,- und ein Limo kostet etwa DM 6,- in einem Restaurant in der Innenstadt. In der Schweiz sind die Preise ähnlich hoch, und in den USA ist es noch viel schlimmer.

Und woher kommt das alles? Weil der Euro fällt und fällt.

Die Bürger werden damit getröstet, daß die deutsche Wirtschaft dadurch wettbewerbsfähiger sei. Aber dem ist letztendlich nicht so. Wir werden nämlich nie ein Billigland wie etwa Thailand werden, weil bei uns im Gegensatz zu den asiatischen oder lateinamerikanischen Ländern die Löhne für die Arbeitnehmer sehr hoch sind. Wir schleppen ja den ganzen "sozialen Wasserkopf" mit uns herum. Viele Firmen produzieren deshalb bereits nicht mehr in Deutschland sondern lassen ihre Waren eben in einem der Billigländer herstellen.

Der einstmal gesunde Mittelstand aber, also jene Bürger, die nach dem Krieg Deutschland mit viel Schweiß und Mühen wiederaufgebaut haben, dieser Mittelstand hat am Euro schwer zu knabbern.

Früher hatten wir eine harte, wettbewerbsfähige Deutsche Mark. Jetzt haben wir den weichen Euro, der uns in die Tiefe zieht. Wie weit wird er noch fallen? Werden wir zu einem Nichts degenerieren mit einer Währung, die nicht mehr wert ist als der Rubel?



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