|
| Startseite |
![]() |
Juli 2003 Bereits zweimal schaffte ich es in den vergangenen Jahren, bayerische
Meisterin in der Disziplin KK Liegendkampf zu werden, und in diesem Jahr
gelang es mir mit 585 Ringen zum dritten Mal. Daß ich mich über
so einen Erfolg freue, ist klar. In diesem Jahr sind wir erstmalig auch
als Mannschaft angetreten. Meine Mannschaftskameradinnen sind Edda Baia
und Joana Mott. Edda, mehrmalige deutsche Meisterin und in früheren
Jahren sogar Europameisterin schaffte hier den dritten Platz. Joana, mehrmalige
rumänische Meisterin und Balkanmeisterin belegte hier Rang vier.
Nun sind wir natürlich sehr gespannt, was uns die deutschen Meisterschaften
bringen werden. Wir starten übrigens für die SG Oberland Holzkirchen,
ein reiner Leistungsverein, der sich sehr um die Schützen bemüht
und wirklich gute Trainingsbedingungen hat. |
|
20. August 2001 Deutsche Meisterschaften 2001 Der Himmel war bedeckt, und es war lang nicht mehr so heiß wie am Vortag. Die eine Windfahne wehte in die eine Richtung und die andere weiter hinten genau in die entgegengesetzte. Die Fachleute sagten hinterher, daß es extrem schwere Bedingungen gewesen seien. Aber ich hatte einfach nur rundum gute Laune und freute mich, bei den Deutschen Meisterschaften schießen zu dürfen. Zur Vorbereitung darauf war ich zuerst in Bayreuth und anschließend in Neubau im Fichtelgebirge gewesen, wo ich ganz hervorragende Trainingsbedingungen vorgefunden hatte. Anschließend hatte ich eine Woche lang überhaupt nicht mehr geschossen, "um den Kopf frei zu bekommen", wie mein Trainer zu sagen pflegt. Und dann habe ich es heute geschafft. Mit 584 Ringen erzielte ich das genau gleiche Ergebnis wie Sonja Pfeilschifter. Deutsche Meisterin wurde Christel Buddeberg aus NW mit 585 Ringen, und ich belegte dahinter den 2. Platz. Das ist das erste Mal in meiner gesamten bisherigen Schießlaufbahn, daß ich bei einer Deutschen Meisterschaft auf den Siegertreppchen stehe. Da freut man sich schon sehr. |
|
1. Juli 2001
Bayerische Meisterschaften Liegendkampf
Leicht war das Schießen nicht an diesem Sonntag Morgen auf der Olympiaschießanlage in Hochbrück. Durch die Reste des Gewitters der Nacht zuvor wehten noch immer teilweise heftige Wildböen, und dicke, schwarze Wolken rangen mit blauem Himmel und Sonnenschein, was häufigen Lichtwechsel zur Folge hatte. Dementsprechend waren auch die Ergebnisse insgesamt nicht sonderlich hoch.
Ganz in der Früh war als erstes die Schützenklasse mit zwei Durchgängen an der Reihe. Danach kamen die Damen sowie die Damen-Altersklasse, gefolgt von zwei weiteren Durchgängen der Jugend.
Bei den Schützen siegte Michael Winter mit hervorragenden 598 Ringen (103,7) vor seinem Mannschaftskameraden Hubert Bichler mit 595 (103,1) Ringen. Auch der Drittplazierte ist von der HSG München, nämlich Ingo Schweinsberg mit 592 (102,8) Ringen. Überhaupt waren im Finale insgesamt nur zwei Schützen nicht aus der HSG München.
Bei den Damen siegte Gabriele Seifert sicher mit 593 Ringen, gefolgt von vier Damen mit je 590 Ringen, darunter auch Sonja Pfeilschifter auf Platz fünf.
Den Wettkampf der Damen-Altersklasse gewann souverän Elisabeth Bals von der FSG Ruhpolding. Fast alle anderen alten Damen waren bereits mit ihrem jeweiligen Programm fertig und standen hinter Elisabeth Bals, während diese gerade ihre letzte Serie schoß. Sie schaffte hervorragende 100 Ringe, und nach dem letzten Zehner klatschten alle Damen ganz begeistert.
Übriges schoß Elisabeth Bals mit einem uralten Standardgewehr, das
sie sicher bereits seit vielen Jahrzehnten hat. Zweite in der Damen Altersklasse
wurde Korinna Zürner mit 581 Ringen. Ich habe einen sehr alten, hervorragenden
Lauf, auf den ich mir im Winter einen Aluschaft der Fa. Feinwerkbau
montieren ließ. Dadurch kann ich auch beim Laden im Anschlag bleiben,
was mir mehr Stabilität gibt. Ich bin mit dieser Kombination überaus
zufrieden und hoffe, meine Leistungen noch steigern zu können.
Michael Winter, der Sieger der Schützenklasse, hatte vergangenen Herbst
das Gewehr von Florian Hasler gekauft, dem ehemaligen Weltklasseschützen,
der ja bekanntlich derzeit überhaupt nicht schießt. Am Samstag siegte
Michael Winter ebenfalls mit diesem Gewehr in der Disziplin KK 3 x 40 Schuß.
Das hervorragende Material, der psychologische Aspekt, nämlich das absolute
Vertrauen in das Sportgerät, sowie natürlich auch Können und
Trainingsfleiß spielten alle zusammen und führten so zu den hervorragenden
Leistungen von Michael Winter. Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg auf
seiner schießsportlichen Laufbahn.
|
Die Probleme mit dem Liegendschießen Am Sonntag, den 2. Juli 2000 fanden auf der Olympia Schießanlage in München-Hochbrück die Bayerischen Meisterschaften im Liegendschießen statt sowohl für die Schützen- als auch für die Damenklasse. Es war ein eigentlich wunderschöner, heißer Sommertag mit strahlendem Sonnenschein, einigen zarten Wolken, hinter denen sich die Sonne bisweilen etwas versteckte, und einer leichten, manchmal etwas heftigen Brise, für den Normalbürger angenehm, denn sie macht die Hitze bedeutend erträglicher. Nur bei vielen der Schützen wollte es an diesem Tag überhaupt nicht klappen. Dabei wurde die KK-Halle in Hochbrück inzwischen mit lauter vollelektronischen Ständen ausgerüstet. Dadurch benötigt man keine Scheibenwechsler mehr, dadurch kann man bedeutend schneller schießen, dadurch kann der Zuschauer den Wettkampf viel besser verfolgen und sieht an den großen Übersichtsmonitoren zusätzlich sofort, wer derzeit vorne liegt. Eigentlich gibt es also nur Vorteile. Aber - zeigt die elektronische Anlage wirklich jeden Schuß ganz richtig an? Das kann doch nicht sein. Dieser an sich gute Schütze hat plötzlich lauter Schüsse links hoch. Und hier viermal 9,9 - ist das wirklich nur Pech oder spinnt die Anlage? Ralf Horneber saß während des Damenwettkampfes hinter seiner Frau und beobachtete jeden Schuß genau mit dem Fernglas. Hm, auf alle Fälle gab es an diesem Tag eine Menge negativer Überraschungen. Ein Schütze, der noch im vergangenen Jahr mit 598 Ringen den 2. Platz bei den Deutschen Meisterschaften belegt hatte, traf auf einmal nur noch 588 Ringe. Ein Versagen der Anlage? Ach ja, er hat eine neue Freundin, die ihn augenblicklich total mit Beschlag belegt. Aber das erstaunliche bei diesem Wettkampf war, daß ausgerechnet bei den Spitzenschützen die Anlage nicht versagte sondern einwandfrei funktionierte. So wurde Christian Bauer bei den Herren erster mit 595 Ringe. Nächste Woche fährt er zur letzten Ausscheidung nach Suhl, wo dann endgültig festgelegt werden wird, ob er zu den Olympischen Spielen wird fahren dürfen. Bei den Damen siegte Sonja Pfeilschifter mit ebenfalls 595 Ringen und sechs Ringen Vorsprung vor der zweitplazierten Petra Horneber. Sonja erklärte das mit der "nicht funktionierenden" Anlage so: "Also meistens hab i lieba g'schoss'n, wenn des Windfand'l a bisserl ganga ist. Na hab' i g'wußt, wo i ohalt'n muß. Wenn koa Wind war, nacha is nämlich die Mirrage kemma, und die hat des Zielbild voll versetzt, da hast nacha gar nimma g'wußt wo'st bist." |