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Sportschießen
bedeutet, sich über einen längeren Zeitraum hinweg voll zu konzentrieren,
eine ruhige Hand zu haben, alle Bewegungsabläufe seines Körpers unter
Kontrolle zu halten, sich durch nichts ablenken zu lassen.
Und - es bereitet sehr viel Freude (besonders,
wenn man auch etwas trifft.). ;-)
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Über
folgende Disziplinen werden Sie auf dieser Seite informiert:
Pufferpatronen und mehrNach dem Pamphlet, das der BSSB im Frühjahr herausgebracht
hatte, waren viele Schützen schon ziemlich gespannt, wie die Offiziellen
all diese Neuerungen dann tatsächlich bei den Meisterschaften handhaben
würden. Die bayerischen Meisterschaften Anfang Juli 2003 in Hochbrück
waren sozusagen der erste Testlauf.
Mai 2003 An alle aktiven Wettkampfschützen
In unsrem Verein flatterte uns ein sog. "Sicherheitsblatt" mit allen möglichen neuen Anordnungen für die Bayerischen Meisterschaften in Hochbrück auf den Tisch. Das Blatt war zwar weder unterschrieben noch trug es eine Absenderangabe, dennoch vermuten wir, daß es von irgend jemand Offiziellem des BSSB herausgebracht worden ist uns somit wohl Gültigkeit haben soll.
Hiermit rufe ich alle aktiven Wettkampfschützen auf, einmütig gegen die dort aufgelisteten Vorschriften zu protestieren. Ganz unten auf diesem Pamphlet steht zwar, daß Verstoß zum Ausschluß von den Wettkämpfen führen würde, wenn wir jedoch alle dagegen sind, können sie uns nicht alle ausschließen.
Detaillierte Begründung für den Protest (Text kursiv steht auf dem Blatt):
Sportschützen aller Vereine und aller Disziplinen, wehrt Euch einmütig und einstimmig gegen diese unsinnigen neuen Verordnungen, die sich irgend jemand aus den Reihen des BSSB ausgedacht hat! Schreibt an den BSSB (z. B. an info@bssb.de oder an BSSB, Ingolstädter Landstr. 110, 85748 Garching-Hochbrück) und fordert diesen auf, von offizieller Seite her diese sog. "Sicherheitsvorschriften" umgehend zurückzunehmen! Wir leben in einem demokratischen Land. Jedoch nur wenn genügend Sportschützen protestieren, werden diese unsinnigen Verordnungen auch zurückgenommen werden.
VISP: Korinna Zürner, Franz-Joseph-Str. 38, 80801 München, E-Mail: korinna@korinna.de
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30. Juni 2001
Bekleidungskontrolle bei den Bayerischen Meisterschaften
2001
Kustermanns Schuhe durchgefallen
Für den Schießsport in der Disziplin Kleinkalibergewehr gibt es seit etwa zehn Jahren genaue Vorschriften des Internationalen Schießsportverbandes, wie die Kleidung nebst Schuhwerk und Zubehör beschaffen sein muß bzw. darf. Die genaue Einhaltung dieser Vorschriften wird bei internationalen Wettkämpfen regelmäßig genauestens kontrolliert. Abweichungen in der Beschaffenheit der Bekleidung können als Versuch bewußter Manipulation eingestuft werden und zum Ausschluß vom Wettkampf führen.
Die Schützen sind also darauf angewiesen, daß die gekauften Bekleidungsstücke auch wirklich den Vorschriften des Internationalen Schießsportverbandes entsprechen. Erstmals in diesem Jahr hat man sich entschlossen, auch bei den bayerischen Meisterschaften, insbesondere in der Disziplin 3 x 40 Schuß Schützenklasse, eine genaue Bekleidungskontrolle durchzuführen. Werden hier Verstöße gegen die Wettkampfvorschriften gefunden, kann der Schütze entsprechende Maßnahmen ergreifen. Ist alles in Ordnung, kann der Schütze beruhigt zu den deutschen oder internationalen Meisterschaften gehen, ohne Angst vor der Kontrolle haben zu müssen.
Bei der Durchführung dieser Bekleidungskontrolle am Samstag, den 30.6.01, in Hochbrück entsprachen die meisten Kleidungsstücke der Schützen voll den Vorschriften. Die Schießschuhe aus der Fertigung Gottfried Kustermann fielen jedoch zu einem sehr hohen Prozentsatz durch. Nach Angaben der zuständigen Prüfer war oftmals die Sohle zu lang, stand zu weit über oder war zu dick. Die Schützen waren darüber sehr betroffen, denn manche hatten erst in jüngster Zeit neue Schuhe gekauft und darauf vertraut, daß sie den Wettkampfvorschriften entsprechen würden.
Ein glatter Fehlkauf also? Gottfried Kustermann soll nach Aussagen von Teilnehmern mal wieder ziemlich cholerisch herumgebrüllt haben. Den Schützen mit den vorschriftswidrigen Schuhen half dies allerdings nichts.
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Olympische Spiele 2000 in Sydney - höher, schneller, weiter, besser - kritische Gedanken am Rande Rekorde und Rekorde brechen, das sind Schlagworte, die man besonders in der Zeit während Olympischer Spiele hört. Wenn man die Spitzenergebnisse in den unterschiedlichen Sportarten über Jahrzehnte hinweg verfolgt, macht man eine erstaunliche Feststellung: Da gibt es die Mannschaftssportarten. Wenn ein Team gegen ein anderes antritt, kann man zwar immer raffiniertere Spielzüge und Kombinationen erkennen, aber Rekorde kann man letztendlich hier nicht aufstellen. Ganz anders sieht es da aus, wenn der Athlet gegen die Zeit oder gegen eine Meßlatte antritt. Natürlich kommt es zum einen auf Technik, Können und hervorragende Trainer an, andererseits aber spielt hier die Perfektion des Körperbaus eine ganz ausschlaggebende Rolle. Schon immer haben die Menschen versucht, diesen zu beeinflussen, um ihm noch größere Leistungen abzuringen. "Doping" ist seit mehreren Jahrzehnten ein gefürchtetes Schlagwort. Streng wird bei allen großen Wettkämpfen kontrolliert, ob die Sieger nicht doch irgendein verbotenes Mittel eingenommen haben, um ihre Leistungen zu verbessern. Von den schwarzen Schafen - oder eher denen, die sich im Gegensatz zu den Geschickteren haben erwischen lassen - soll hier jedoch nicht die Rede sein. Man kann beobachten, daß seit etwa Mitte der achtziger Jahre die Spitzenergebnisse vor allen Dingen in der Leichtathletik und im Schwimmen sich drastisch, geradezu schlagartig ganz erheblich verbessert haben. Woran liegt das? Das Geheimwort heißt "Wachstumsfaktoren". Dieses sehr teure Mittel, das die Muskeln eines Menschen ganz gewaltig aufbaut, wurde ursprünglich entwickelt, um kleinwüchsigen Menschen zu einer doch relativ angemessenen Statur zu verhelfen. Verabreicht man dieses Mittel jedoch einem aktiven (natürlich normalgroßen) Sportler über einen längeren Zeitraum hinweg, so kann dieser seine Leistungen drastisch verbessern. Einzige Nebenwirkung des Mittels ist Diabetes, was Jahre nach längerem Einnehmen auftreten kann. Aber wen interessiert es schon, wenn ein alter, abgetretener Sportler an Diabetes leidet? Das ist dann dessen Privatsache. Es gibt bereits abgetretene Sportler, die Diabetes haben. Wachstumsfaktoren stehen nicht auf der Liste der verbotenen, als Doping titulierten Medikamente. Natürlich ist dem Olympischen Komitee diese Tatsache bekannt. Aber schließlich ist alles auch eine Frage des Geschäfts. Die Wahrscheinlichkeit, daß Rekorde gebrochen werden, macht eine Sportart attraktiver. Das bedeutet höhere Einschaltquoten bei den Medien und damit mehr Umsatz. Und bei allem Sinn für den olympischen Geist geht es den Organisatoren letztendlich doch nur ums Geld. Es lebe der Sport! Und noch eine Anmerkung: Man kann guten Gewissens sagen, daß der Schießsport zu jenen Sportarten gehört, in denen auch Hochleistungssportler bei intensivstem Training keine gesundheitlichen Folgeschäden zu befürchten brauchen, vorausgesetzt, sie betreiben zusätzlich gezielte Gymnastik zur Kräftigung vor allen Dingen ihrer Rückenmuskeln oder am besten von Jugend an Ballett.
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Die deutschen Schützen in Sydney Alle Medien sind voll mit bissigen und boshaften Artikels über das schwache Abschneiden der deutschen Schützen bei den Olympischen Spielen in Sydney. Über Sonja Pfeilschifter wird hergezogen, als sei sie überhaupt an allem schuld. Warum hat sie nicht funktioniert? Warum hat die zweifache Weltschützin der Jahre 1998 und 1999 die in sie gesetzten Hoffnungen auf eine Medaille nicht erfüllt? Ein paar kritische Gedanken sind da schon angebracht. Der Deutsche Schützenbund reiste mit folgendem Team nach Sydney:
Folgende Ergebnisse wurden erzielt:
Von insgesamt 24 angetretenen Schützen haben also 6 eine Teilnahme am Finale erreicht. Das ist ein Viertel, und das ist nicht schlecht. Und die drei Bogenschützinnen haben mit der Mannschaft sogar die Bronzemadaille errungen. Besonders erwähnt sei noch Maik Eckhardt, der von allen acht angetretenen Schützen das beste Liegendfinale schaffte und sich so vom 7. Platz im Vorkampf mit 596 Ringen auf den 4.Platz hatte vorarbeiten können. Doch werfen wir nun einen Blick auf die ganze Weltelite der Schützen. Bei den Männern gab es insgesamt zwei Russen und einen Ukrainer, die es überhaupt schafften, in mehr als einer Disziplin das Finale zu erreichen. Der mit Abstand Erfolgreichste war Artem Khadjibekov mit Silber Luftgewehr, 4. Platz KK 3x40 und 6. Platz Liegendkampf. Bei den Frauen gab es weltweit nur eine einzige Schützin, die gleich in zwei Disziplinen das Finale erreichte: Sonja Pfeilschifter, 4. Platz KK 3x20, 5. Platz Luftgewehr. Den Vorkampf in KK 3x20 hatte sie gewonnen, mit dem Luftgewehr hatte sie im Vorkampf den 3. Platz erzielt. Nun stellt sich die berechtigte Frage: Warum hat sie im Finale versagt? Warum sind ihr, die sie sich doch in zahlreichen Finalkämpfen in der Vergangenheit bereits nochmals gesteigert hatte, nun auf einmal die Nerven durchgegangen? Betrachtet man die Worldcups, Welt- und Europameisterschaften der vergangenen Jahre, so wird man feststellen, daß bei allen Siegen von Sonja Pfeilschifter deren Trainer Hubert Bichler dabei war. Ein Spitzenathlet, gleichgültig in welcher Sportart, ist ohne seinen Trainer verloren. Der Trainer ist es, der ihn in kritischen Phasen wieder aufbaut, der ihm den letzten Kick gibt, der ihn bei Nervosität beruhigt, der seinen Zögling bis ins Innerste kennt und weiß, wie er wann auf ihn eingehen muß, damit der Sportler dann im entscheidenden Augenblick zur absoluten Spitzenleistung fähig ist. Sonja Pfeilschifter hatte ihren Trainer in Sydney nicht dabei. Hubert Bichler gilt beim DSB als Schütze und hatte eben die Olympiaqualifikation für sich selbst um Haaresbreite nicht geschafft. Ihn als Trainer von Sonja Pfeilschifter mitfahren zu lassen, auf diesen Gedanken kam man dort nicht. Es gibt doch schließlich einen Bundestrainer, der für alle Gewehrschützen zuständig ist. Und wo kämen wir denn da hin, wenn jeder Schütze seinen Privattrainer mitnehmen wollte? Dieses Argument mag für die Olympiateilnehmer des Mittelfeldes ja zutreffen, aber man hatte beim DSB eben nicht bedacht, daß gerade eine Favoritin ungeheuerem psychischen Druck von allen Seiten, Medien wie DSB selbst, ausgesetzt ist. Man hatte nicht bedacht, daß Hubert Bichler Sonja vor all dem Rummel viel besser hätte abschirmen können und ihr eben zu der Ruhe verholfen hätte, die sie als Vorbereitung für ein gutes Finale gebraucht hätte. Auf der Wies'n in München einen Tag nach Sonjas erstem Wettkampf in Sydney entdeckte Josef Ambacher, der Präsident des DSB, Hubert Bichler, ging schnurgerade auf ihn zu und sagte zu ihm: "Du hättest doch nach Sydney mitfahren können. Der DSB hätte das schon bezahlt." Leider ist ihm diese Einsicht zu spät gekommen.
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